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Artikel der Kategorie ‘Honig’

Bioimkerei – Biohonig

Januar 14, 2014 Von: Steffi Kategorie: Honig, Imkerei Kommentare deaktiviert

Im antiken Griechenland wurde der Honig “meli” genannt. Dieses Wort findet sich auch im Lateinischen “meliox” (besser) – der Steigerungsform von gut oder “meliorisieren” (verbessern).  Heute sind angesichts der zunehmenden Umweltprobleme die Imkerei, das Bienensterben, Honig und Biohonig und alles was damit zusammenhängt, längst keine Themen nur für weltfremde Ökofreaks.

Was macht den Honig so Besonders und wo ist der Unterschied zwischen Honig und Biohonig? 

Das wertvolle Naturprodukt Honig gilt in Deutschland als Lebensmittel und unterliegt der vom Bundesgesundheitsminister herausgegebenen Honigverordnung. Neben den Qualitätsanforderungen dieser allgemeinen Verordnung besitzen die einzelnen Verbände wie der Deutsche Imkerbund sowie die verschiedenen Bioverbände ihre eigenen Richtlinien zur Qualitätssicherung.

In einem früheren Artikel wurde bereits darauf eingegangen, woran guter Honig zu erkennen ist. Diesem Beitrag aus der Praxis soll nun ein wenig Theorie folgen:

Der Deutsche Imkerbund hat Qualitätshonig in Kurzform folgendermaßen definiert:

“Qualitätshonig schmeckt so, wie er seiner trachtmäßigen Herkunft entspricht. Er ist sauber, unverfälscht, nicht verunreinigt (kontaminiert), schonend gelagert und abgefüllt, wasserarm und was drauf steht ist auch drin.”

Grundsätzlich ist also davon auszugehen, dass Honige, die in den Handel gebracht werden, überwachte Lebensmittel sind.

Wo liegen also die Qualitätsunterschiede und welchen Sinn macht Honig in Bio-Qualität?

In den vergangenen Blogartikeln zur Bioimkerei wurden einige Themen angerissen und konventionelle und ökologische Arbeitsweisen in der Imkerei diskutiert. Letzteres hat in erster Linie Auswirkungen auf die Gesundheit der Bienen – aber natürlich produzieren nur gesunde Bienen guten Honig.

Die folgende Darstellung zeigt, worin sich die Qualitätsanforderungen von Biohonig im Vergleich zu DIB und Honigverordnung unterscheiden:

Honig

Verordnung

DIB

Bestimmungen

EG

Öko-

verordnung

Bioverbände

Naturland, Demeter, Biokreis, Bioland

Wassergehalt

Allgemein

Heidehonig

Max. 21%Max. 23% Max. 18%Max. 21,4% Anforderungen gemäß den gesetzlichen Regelungen Max. 18%Max. 21,4/

21,5 Prozent

Invertase Nur bei besonders enzymreichen

Honigen gefordert

Mindestaktivität

10 E

s.o. Mindestaktivität

10 E

Akazienhonig,

Linde teilweise 7 E

Hydroxy-methyl-futural

(HMF-Gehalt)

Max. 40 mg/kg

Max. 15 mg/kg

bei enzym-schwachen

Honigen

Max. 15 mg/kgMax. 5 mg/kg bei enzymschwachen Honigen s.o. Max. 10 mg/kg

Die Höhe des Wassergehalts ist eines der wichtigsten Qualitätskriterien bei Honig. Honige mit überhöhtem Wassergehalt können nicht nur schnell in den Gärungsprozess übergehen, sie sind auch vom Geschmack und Konsistenz nicht ausgereift. Wasserarme Honige dagegen sind stärker von den Bienen bearbeitet, mehr eingedickt und mit körpereigenen Stoffen angereichert. In ihrem Aroma sind sie reif und durchschmeckend.

Mit der Enzymaktivität wird das Maß der Naturbelassenheit des Honigs durch die Invertaseeinheiten dokumentiert. Eine höhere Einheit des wärmeempfindlichen Invertasewertes im Honig läßt auf eine größere Unempfindlichkeit gegenüber Wärme schließen.

Naturbelassenheit und eine schonende Behandlung des Honigs sind aber auch in dem zulässigen HMF-Grenzwert erkennbar, die im DIB sowie den Bioverbänden vorgeschrieben sind. Die deutsche Honigverordnung schreibt für das Verarbeiten und Abfüllen keine Höchsttemperatur vor. Als Qualitätskriterium für Speisehonig wird vom Gesetzgeber lediglich ein HMF-Grenzwert von 40 mg/kg Honig festgeschrieben. Ob diese Werte immer eine kurzfristige Erwärmung auf über 40 Grad Celsius ausschließt, ist nicht sicher. Der Deutsche Imkerverband und die Bioverbände hat für diesen Wert strengere Kriterien festgelegt. Es kann hier davon ausgegangen werden, dass bei diesen Honigen keine Wärmeschädigung vorliegt. Gleichzeitig fällt aber auch auf, dass sich die EG-Ökoverordnung lediglich an die gesetzlichen Vorgaben hält. Ein nur als “Bio” gekennzeichneter Honig muss somit nicht gleichzeitig schonend verarbeitet sein.

Nun, wie schon vermutet – nicht überall wo “Bio drauf steht” ist auch wirklich “Bio” drin und nicht überall wo kein Bioetikett ist, da ist der Honig schlecht. Doch es ist hilfreich aufs Etikett zu sehen, denn sowohl der Deutsche Imkerbund, als auch die Bioverbände geben eine Garantie auf eine bestimmte Qualität. Natürlich können weder Bioimker, Hobbyimker noch DIB Imker den Bienenflug lenken. Doch entscheidend ist eine verantwortliche, ökologische Arbeitsweise des Imkers.

Quellen:

Bentzien: Ökologisch imkern, 2006

Franz, W.: Woran erkennt man wärmegeschädigten Honig?,  UGB-Forum, 3/99

Honigschulung. DIB Landesverband Weser-Ems, 3. Auflage 1997

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Bioimkerei – Der Standort

Juni 16, 2013 Von: Steffi Kategorie: Honig, Imkerei Kommentare deaktiviert

Honig wird nicht nur durch eine ökologische Bienenbehausung zu Biohonig. Sehr wichtig ist auch der Standort der Bienen.

Doch niemand – nicht einmal ein “Bienenflüsterer” –  kann den Flug der Bienen vollständig kontrollieren und in ich ihrem natürlichen Umfeld steuern die Bienen auch die Blüten der konventionell bewirtschafteten Landwirtschaft an.

Was ist nun für Bioimker zu beachten, die Biohonig ernten wollen?

Die EU-Richtlinie schreibt vor, dass im Umkreis von 3 km keine wesentliche Beeinträchtigung der Futterquelle bestehen soll. Zu wesentlichen Beeinträchtigungen zählen die Pestizide in der Landwirtschaft. Beispielsweise werden die Obstbäume in den Plantagen mit Plantomyzin gespritzt.

Nicht immer sind Rückstände dieser Pestizide im Honig nachweisbar, da die Bienen durch ihre Verarbeitung die Giftstoffe herausfiltern. Für einen verantwortungsbewußten Imker bleibt jedoch immer die Frage, wie sich die Schadstoffe auf die Gesundheit der Bienen auswirken.

Um die Bienen gesund zu erhalten, ist der Imker bemüht, die Schadstoffbelastung gering zu halten. So ist es insbesondere für den Bioimker einer Herausforderung, mit Fahrrad und Flurkarte gute Standorte zu erkunden bzw. auch zu den verschiedenen Standorten zu wandern. In der heutigen Agrarwüste gibt es immer weniger blühende Landschaften …  geeignet sind hierzu vor allem Streuobstwiesen, Flächen von Biolandwirten, stillgelegte Flächen, Wälder, Löwenzahnwiesen, Bio Rapsfelder…

Neben dieser sehr allgemein gehaltenen Vorgabe der EU Ökoverordnung haben die Bioimker der Bioverbände zusätzliche Richtlinien bei der Standortwahl zu beachten. Dazu gehören:

  • Aufzeichnung aller Standorte in einen Standort/Wanderplan – Demeter
  • Aufstellung der Bienen nur an ökologisch landwirtschaftlich genutzten Feldern – Bioland
  • keine Anwanderung von landwirtschaftlichen Intensivkulturen – Bioland

Fazit:

Die klaren Einschränkungen der Ökoverbände schließen natürlich eine freie Definition der Richtlinien für den Imker aus. Der Verbraucher geht mit Biohonigen der Bioverbände auf Nummer sicher, was eine mögliche Restbelastung des Honigs mit Schadstoffen und Bienengesundheit betrifft.

Dies bedeutet nicht, dass ein verantwortungsvoller Bioimker, der keinem Bioverband angeschlossen ist sowie auch ein konventioneller Imker, der auf die Gesundheit seiner Bienen achtet qualitativ schlechten Honig liefert. Dem Imker bietet sich hier mehr Freiheit und Eigenverantwortung, die er zum Wohle der Bienen und der Qualität des Honigs nutzen sollte!

Ein weiterer Aspekt zum Thema Bioimkerei hat mit den Tätigkeiten des Imkers am Bienenvolk zu tun. Dazu mehr im nächsten Artikel …

Weitere Informationen zum Thema Bienenweide bietet das Netzwerk Blühende Landschaft.

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4 Gründe für Manuka Honig

Februar 21, 2013 Von: Steffi Kategorie: Anwendungen, Apitherapie, Honig, Rezepte Kommentare deaktiviert

Manuka Honig ist kein gewöhnlicher Honig. Es ist nicht nur ein köstlicher Aufstrich aufs Brot oder kann zum Kochen verwendet werden, er hat auch starke gesundheitsfördernde Wirkungen.

Wissenschaftlich ist der Manukahonig als Leptospermum scoparium bekannt. Den Namen Manuka erhielt der Honig von den Maori, den Ureinwohnern der neuseeländischen Nordinsel. Die Maori nutzten die Blätter des Manukastrauchs für ein medizinisches Getränk, welches Fiebersymptome lindert. Das Öl der gepressten Blätter wurde für Wunden als natürliches Antiseptikum genutzt.

Manuka Honig ist ein teures Produkt. Dies ist hauptsächlich so, weil Manukahonig ein Ein-Blüten-Honig ist (die Bienen arbeiten nur mit einer Art von Pflanze), dessen Blüten nur 2-6 Wochen im Jahr blühen.

Die Wirkung von Manuka Honig wird ausgedrückt in seinem “Unique Manuka Factor” UMF. Dies ist eine Skala, die den Anteil der antibakteriellen Wirkung misst. Ein UMF Rating von 10+ ist kleinste Faktor, der erforderlich ist, um eine Wirksamkeit nachzuweisen. Ein Honig, der dieses Minimum erreicht wird auch Aktiver Honig genannt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Stärken sowie das Verhältnis zu dem zweiten Meßfaktor MGO, der 2006 an der Technischen Universität Dresden Methylglyoxal (MGO) als antibakteriell aktive Komponente im Manukahonig identifiziert wurde.

Beziehung zwischen Unique Manuka Factor UMF und Methylglyoxalkonzentration MGO (mg/kg) in Manuka-Honig

UMF    5      10    15      20    25
MGO  30 100  250  400  550

Alle Honige enthalten Anteile antibakterieller Kräfte, doch Manukahonig enthält Eigenschaften, die anderen Honigen überlegen sind.

Warum sollten Sie einen Teelöffel Manuka Honig zu Ihrer Ernährung hinzufügen?

1. Förderung der Verdauung

Fühlen Sie sich aufgedunsen – Manuka Honig hilft gegen verschiedene Beschwerden, einschließlich Völlegefühl, saurer Rückfluss, Magenverstimmung, Magengeschwüre oder nicht heilbare Darmbeschwerden. Rühren Sie einen Teelöffel Honig in einen Becher mit heißem Wasser oder in ein Glas Tee, um die Schmerzen zu beruhigen.

2. Immunsystem

Wenn Sie eine Grippe im Anzug fühlen – Rühren Sie einen Teelöffel Manukahonig in ein heißes Zitronengetränk, um dem Grippeangriff zu verhindern. Manuka Honig hat einen hohen antibakteriellen Anteil und wird für die Behandlung von Geschwüren, Halsentzündungen, kalten Wunden, Hautinfektionen und Schnitten empfohlen.

3. Hautprobleme

Wenn Manukahonig äußerlich verwendet wird, ist er zur Behandlung von Hautkrankheiten, wie Ekzemen, Insektenstichen, Verbrennungen und chirurgischen Wunden hervorragend geeignet. Er hilft auch die Narben und die Zeit der Heilung zu reduzieren und kann auch als Gesichtsmaske bei Sonnenbrand verwendet werden.

Menschen, die unter Akne leiden profitieren von Manuka Honig als Hautreiniger – ebenso von seinen anti-inflammatorischen Qualitäten. Sie helfen der Haut, seine natürlichen Fette abzubauen.

4. Energie

Manuka Honig ist ein großartiger Kurzzeit Energiespender. Diese Eigenschaften erreicht er durch die Kohlenhydrate, sowie Fruktose und Glukose, die für den Körper eine wesentliche Energiequelle sind.

Ein Manuka Honig-Drink am Morgen gibt einen großartigen Energieschub für die ersten Tageshälfte. Es ist aber zu bedenken, komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornbrot und Getreide zu sich zu nehmen, um einen plötzlichen Energieabfall bei alleinigem Verzehr von Manukahonig zu verhindern. Außerdem ist vor dem Verzehr zu großer Mengen Honig Vorsicht geboten. Honig ist auch eine Quelle von Zucker und kann damit zu Gewichtszunahmen führen.

Quelle: Freie Übersetzung nach www.uk.lifestyle.yahoo.com, Wikipedia

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Woran erkennt man reinen Honig?

März 06, 2012 Von: Steffi Kategorie: Honig 2 Kommentare →

Die Frage nach einem wirklich reinen Honig bewegt viele Menschen, da nur ein reiner Bienenhonig die gesundheitsfördernden Eigenschaften dieses Naturprodukts enthält.

Die Auswahl in den Lebensmittelregalen ist groß und auch ein Honig mit einem künstlichen Zusatz schmeckt wie Honig, ist aber für die Gesundheit völlig wertlos. Leider gibt es auf dem Markt viele Fälschungen und gepanschter Honig ist keine Alltagserscheinung.

Folgende Tipps können Ihnen weiterhelfen:

Achten Sie beim Kauf darauf, ob das Honigglas das Siegel des Deutschen Imkerbundes (Abbildung des Bienenkorbes vor drei Bäumen auf sechseckigen Bildchen) versehen ist. Dieses Siegel bedeutet:

  • Es handelt sich um Honig aus Deutschland.
  • Der Honig enthält maximal 18% Wasser (Heidehonig 21%)
  • Der Honig enthält keinerlei artfremde Bestandteile

Vergleichbare Qualitätsrichtlinien werden auch von Imkern der Bioverbände Demeter, Bioland und Naturland gefordert. Hinzukommen hier noch Vorschriften für eine art- und wesensgerechte Bienenhaltung, die nicht zuletzt Auswirkungen auf den Preis des Honigs haben.

Wenn Sie bereits Honig gekauft haben – mit wohlklingenden Namen, aber ohne Gütesiegel – prüfen Sie seine Qualität zu Hause nach:

  • Geben Sie einen Tropfen Honig auf eine Glasplatte oder eine ähnlich glatte Oberfläche. Falls der Honig schnell auseinanderfließt, ist er nicht rein – sondern mit Wasser gemischt.
  • Träufeln Sie auf einen halben Teelöffel Honig 5 Tropfen Jod. Verfärbt sich der Honig grau, fleischfarben oder rötlichblau, ist er mit Mehlprodukten gestreckt.
  • Verrühren Sie einen halben Teelöffel Honig n einem Glasschälchen erst mit einem Teelöffel Wasser, dann mit 15 ccm Brennspiritus. Falls dabei eine milchige Trübung entsteht, zeigt das, dass der Honig mit Sirup gestreckt wurde und damit für die Gesundheit wertlos ist.

Quellen:

Dr. Stangaciu, Stefan/Hartenstein, Elfi: Sanft heilen mit Bienenprodukten – So nutzen Sie die gesunde Kraft von Honig, Propolis, Gelee Royal & Co, Haug Verlag, Heidelberg 2000

Bentzien, Claudia: Ökologisch imkern – Einfach imkern nach den Regeln der Natur, Kosmos-Verlag Stuttgart, 2006

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Über den Honig

Januar 14, 2012 Von: Steffi Kategorie: Honig 1 Kommentar →

Honig ist nicht nur lecker, er soll ja auch gesund sein.

Doch was ist Honig und wie entsteht er und was also ist der Unterschied zum Zucker und damit das Besondere am Honig?

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen!
Und noch ein interessantes Video zum Thema Honig …

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